03. September 2019

Ankündigung - Fünfter GfN und INa - Themenabend am 02. Dezember 2019

Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette

Ganzjährig reichhaltig gefüllte Lebensmittelregale gibt es nicht zum Nulltarif, sondern weil wir negative ökologische und soziale Auswirkungen ausblenden oder bewusst hinnehmen. Handelsunternehmen können einen wichtigen Beitrag zur Änderung dieser Situation leisten und gleichzeitig ihre Beschaffung für die Zukunft sichern. Hierzu müssen sie ihre spezifische Marktmacht dafür einsetzen, dass der Anbau von Agrarprodukten nachhaltiger wird und hinderliche Beschaffungs- und Marktstrukturen überwunden werden.

Obwohl sich im Handel und bei den Konsument*innen schon einiges getan hat, reicht das für eine konsequent nachhaltige Lebensmittelerzeugung noch nicht aus. Was der Handel im Rahmen eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements konkret tun kann, dieser Frage wollen wir im Rahmen des Themenabends nachgehen.

Katrin Ankele und Judith Winterstein von Sustainum Consulting werden an unserem Themenabend einen Vortrag halten und damit wertvolle Einblicke in nachhaltige Wertschöpfungsnetzwerke im Lebensmittelhandel offerieren.

02. Dezember 2019 von 18 bis 20 Uhr

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Campus Schöneberg

Badensche Straße 52
10825 Berlin

03. September 2019

Ankündigung - Vierter GfN und INa - Themenabend am 12. September 2019

Sustainable Finance

Das Thema Sustainable Finance bekommt in letzter Zeit immer mehr Bedeutung. Mit Veröffentlichung des Aktionsplans der EU »Financing Sustainable Growth« der Europäischen Kommission ist das Thema noch weiter in den Vordergrund gerückt worden.

 

Ben Urbanke vom nachhaltigen Versicherungsunternehmen FIBUR wird an unserem Themenabend einen Vortrag halten und damit einen Einblick in die nachhaltige Finanzwirtschaft geben.

12. September 2019 von 17 bis 19 Uhr

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Campus Lichtenberg

Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin

Haus 5

Raum 5.0014

19. August 2019

CO2-Zuschlag zur Energiesteuer rechtlich unbedenklich 

Rechtguthaben von Friedhelm Keimeyer und Prof. Dr. Klinski

​Die Einführung eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer ist verfassungsrechtlich unbedenklich. Dem Bund ist es gestattet, die im Grundgesetz vorgesehenen Steuertypen zu nutzen, um umweltpolitische Ziele wie den Klimaschutz zu verfolgen. So kann der Gesetzgeber auch mit einem CO2-Zuschlag zur Energiesteuer verfahren. Dies zeigt ein aktuelles Rechtsgutachten von Öko-Institut und Prof. Dr. jur. Stefan Klinski.

Juristisch entscheidend: CO2-Emissionen sind nicht Steuergegenstand, sondern Bemessungsgröße

So habe das Bundesverfassungsgericht in seinen Entscheidungen zum Finanzverfassungsrecht dreierlei deutlich gemacht: Erstens darf der Bund keine neuen Typen von Steuern „erfinden“, die im Grundgesetz nicht bereits vorgesehen sind. Zweitens darf er innerhalb der dort festgelegten Typologie neue Steuern schaffen oder bestehende umgestalten. Und drittens darf er mit den danach gestatteten Steuern umweltpolitisch lenken.

„Deshalb ist es dem Bund zwar verwehrt, die CO2-Emissionen selbst zum Gegenstand einer Steuer zu machen“, betont Prof. Dr. Klinski, „er darf aber bei der Energiesteuer so vorgehen, wie er es selbst bei der Kfz-Steuer schon vorgemacht hat: die CO2-Emissionen als Bemessungsgröße nutzen. Hierdurch lässt sich rechtssicher ein CO2-Preis einführen.“

Die Energiesteuer, mit der Kraftstoffe und Heizstoffe wie Öl oder Gas besteuert werden, gehört ihrem Typus nach zu den im Grundgesetz vorgesehenen Verbrauchsteuern. Auf den Basissatz der Energiesteuer kann folglich ein Zuschlag erhoben werden, der nach den CO2-Emissionen der jeweiligen Stoffe bemessen wird.

Juristische Missverständnisse in der politischen Debatte ausräumen

Das auf eigene Initiative verfasste Gutachten soll zur Versachlichung der Debatte um eine CO2-Bepreisung beitragen. Es räumt mit vereinzelt in der öffentlichen Debatte geäußerten rechtlichen Zweifeln auf. Diese beruhen darauf, dass oft nicht klar zwischen Steuergegenstand und Bemessungsmaßstab unterschieden wird. Vielmehr wird aus der Bezeichnung „CO2-Zuschlag“ vorschnell darauf geschlossen, es sei gemeint, die CO2-Emissionen direkt zum Steuergegenstand zu machen.

Zur konzeptionellen und rechtlichen Bewertung des Zuschlags sagt Friedhelm Keimeyer, Jurist beim Öko-Institut und Mitautor des Gutachtens: „Ein CO2-Zuschlag ist zwar kein Allheilmittel und es bedarf noch vieler weiterer Klimaschutzinstrumente. Er setzt aber einen finanziellen Anreiz zur Minderung der CO2-Emissionen im Verkehrs- und Gebäudebereich und trägt damit dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen.“

„Der CO2-Zuschlag kann auf sehr einfache Weise eingeführt und unbürokratisch umgesetzt werden“, betonen beide Autoren. „Von diesem entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Vorschlägen sollte sich die Politik nicht durch juristische Vorbehalte ablenken lassen, die sich bei näherem Hinsehen als nicht tragfähig erweisen.“


Rechtliches Gutachten „Zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer“ von Öko-Institut und Prof. Dr. jur. Stefan Klinski

Ansprechpartner

Friedhelm Keimeyer
Stellv. Leiter des Institutsbereichs
Umweltrecht & Governance
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Telefon: +49 30 405085-308
E-Mail: f.keimeyer@oeko.de

Prof. Dr. Stefan Klinski
Professor für Wirtschaftsrecht, insbesondere Umweltrecht an der
Hochschule für Wirtschaftsrecht Berlin (HWR Berlin)
Telefon: +49 30 69531883
E-Mail: stefan.klinski@hwr-berlin.de

10. Mai 2019

Ankündigung - Zweiter GfN und INa - Themenabend am 16. Mai 2019 

Filmvorführung "The Price of Free" 

​"The Price of Free" ist eine preisgekrönte Dokumentation über den Kampf des Aktivisten Kailash Satyarthi, der seit Jahrzehnten Kinder aus Sklaverei und Kinderarbeit befreit. Noch heute sind weltweit mehr als 150 Millionen Kinder Opfer von Sklaverei und Missbrauch. Im Jahr 2014 wurde Satyarthi für seinen Einsatz mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der von Participant Media produzierte Film gewann 2018 den Preis der großen Jury beim Sundance Film Festival in Salt Lake City, USA. Der Trailer zeigt, wie viel Einsatz heute noch nötig ist, um jedem Kind die Freiheit zu geben, ein Kind zu sein.

Wir möchten diesen Film gemeinsam mit Ihnen schauen am:

16. Mai 2019 um 18 Uhr

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Badensche Straße 52

10825 Berlin

Haus C (Anbau im Hof)

Raum C.91 

 

Weitere Informationen zu Veranstaltungen des INa finden Sie hier

02. April 2019

Plädoyer für eine sozial-ökologische Transformation unserer Welt

GfN-Themenabend mit Dr. Thomas Weber zum deutschen Diskurs über die Sustainable Development Goals (SDGs 

Am 01. April 2019 durften wir Herrn Dr. Thomas Weber, Leiter des Referates Nachhaltigkeit, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, zum GfN-Themenabend begrüßen, der die Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals (SDGs) umschloss.

 

Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung wurden im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet, mit der Intention politische Zielsetzungen zu formulieren und ein globales Orientierungsgerüst für menschlichen Fortschritt innerhalb planetarischer Grenzen zu schaffen. Thomas Weber skizzierte zunächst die weltweiten Trends des Klimawandels sowie des Bevölkerungswachstums und deren inhärenten Implikationen für die Zukunftsfähigkeit des Menschen. Die von Herrn Weber aufgebaute Argumentation führte zur Konklusion, dass ein sozial-ökologisch orientierter gesellschaftlicher Umwälzungsprozess geboten ist, will der Mensch als Spezies seine Zukunftsfähigkeit nicht gefährden. Nach der vertieften Vorstellung einzelner SDGs – von der Bekämpfung von Armut, über den Schutz der Biosphäre bis hin zur langfristigen Sicherstellung von globalem Frieden, sozialer Gerechtigkeit sowie bezahlbarer und erneuerbarer Energien – wurde der Raum für Dialog und kritischer Reflexion geöffnet.

 

Bei allen teilnehmenden Personen ist durch die Diskussion die Erkenntnis erwachsen, dass ein neuartiger, redefinierter Wohlstandsbegriff, der über die Quantifizierung des materiellen Reichtums hinausgeht, für einen gesellschaftlichen Pfadwechsel in Richtung Nachhaltigkeit von herausragender Bedeutung erscheint. Es bedarf einer kritischen Auseinandersetzung mit den ganzheitlich formulierten SDGs, besonders vor der Hintergrundfolie der Süd-Nord-Dichotomie (Stichwort: „Entwicklung“ ist tendenziell ein westliches/ nord-hemisphärisches Konstrukt), dennoch weisen sie großes Potential auf, als normativer Bezugsrahmen neue politische Partnerschaften zu formen sowie bereits etablierte multilaterale Bündnisse zu stärken.

Wir als GfN danken Herrn Weber für seine Expertise, Erzählungen, sowie die wertvollen Impulse am besagten Abend und freuen uns ihn hoffentlich bald wieder begrüßen zu dürfen.

 

29. November 2018

Kohleausstieg weitgehend ohne Entschädigung möglich

Rechtswissenschaftliche Stellungnahme zur Zulässigkeit eines Kohleausstiegs von Prof. Klinski 

Prof. Dr. jur. Stefan Klinski, Mitglied und mehrere Jahre im Vorstand der GfN, hat sich aus eigener Initiative zur aktuellen Debatte um einen Ausstieg aus der Kohlenutzung mit einem "Rechtswissenschaftlichen Vermerk" zu Wort gemeldet. Er hat das Papier der sog. Kohlekommission („Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“) zur Verfügung gestellt, damit es in den dortigen Diskussionen berücksichtigt werden kann.

 

Prof. Klinski befasst sich aus rechtlicher Sicht seit 2012 mit dem Thema und hat 2015 das erste umfassende Rechtsgutachten zu den rechtlichen Spielräumen für einen geordneten Fahrplan zur Stilllegung von Kohlekraftwerken verfasst (im Auftrag des Instituts für Zukunftsenergiesysteme - IZES - für das Land Rheinland-Pfalz), seither außerdem an einem weiteren Gutachten für das Umweltbundesamt mitgewirkt und mehrere wissenschaftliche Aufsätze zur Thematik publiziert.

 

In der aktuellen Ausarbeitung wertet er sämtliche bisher vorliegenden Gutachten und Stellungnahmen zu den verschiedenen Rechtsfragen eines Kohleausstiegs auf Grundlage der Rechtsprechung zusammenfassend aus und versucht, die wesentlichen Erkenntnisse möglichst allgemeinverständlich wiederzugeben, um den politischen Akteuren eine tragfähige Beurteilungsgrundlage zu geben.

 

Prof. Klinski fasst die Quintessenz seiner Ausarbeitung zusammen:

„Die Auswertung der Rechtslage zeigt, dass ein gesetzlich geordneter Ausstieg aus der Kohlenutzung weder verfassungs- noch europarechtlich ernstlichen Bedenken unterliegt. Den Klimaschutzzielen kommt verfassungsrechtlich ein höheres Gewicht zu als den Interessen der Wirtschaftsakteure. Der Ausstieg lässt sich aus rechtlicher Sicht unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit ohne jahrzehntelange Übergangsfristen realisieren, bei den meisten Kraftwerken innerhalb weniger Jahre – und das ohne Entschädigung. Auf Entschädigungsforderungen der Kraftwerks- oder Tagebaubetreiber wird sich der Staat allenfalls in besonders gelagerten Einzelfällen oder in geringem Umfang einlassen müssen.“

 

Der „Rechtswissenschaftliche Vermerk“ kann hier heruntergeladen werden.

05. November 2018

18. Nachhaltigkeitsforum im November

Keynotes:  Peter Hennicke und Michael Müller 

Welche Zukunft hat die Nachhaltige Ökonomie im globalen und digitalen Zeitalter? Das Symposium ging dieser Frage nach und diskutierte mit Anja Grothe (HWR Berlin), Peter Hennicke (Club of Rome), Nina Michaelis (FH Münster), Michael Müller (Naturfreunde Deutschlands),  Tobias Popovic (HFT Stuttgart) und Holger Rogall (GfN e.V. und HWR Berlin) unter anderem darüber, welchen Stellenwert nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft einnehmen kann und muss. Im Fokus des Nachhaltigkeitsforums ging es um die Rolle der Digitalisierung sowie um Synergien und Herausforderungen, die mit der rasanten Entwicklung des technischen Fortschritt einhergehen.

Das 18. Nachhaltigkeitsforum fand am 05. November 2018 um 18 Uhr in Kooperation mit dem Institut für Nachhaltigkeit der HWR Berlin in der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin statt.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Veranstaltungsflyer [PDF]

29. September 2018

 

Nach 21 Jahren als Professor für Nachhaltige Ökonomie und sechs jähriger Tätigkeit als Direktor des Instituts für Nachhaltigkeit der HWR Berlin (INA) wurde Prof. Dr. Holger Rogall am 28.9.2018 vom Präsidenten der Hochschule Herrn Prof. Dr. Andreas Zaby offiziell verabschiedet. Die HWR habe ihm viel zu verdanken: „Einen authentischeren Botschafter für nachhaltiges Wirtschaften hätte sich unsere Hochschule kaum und denken können. Für sein Wirken in Forschung und Lehre sowie seine Verdienste um die HWR Berlin sind wir ihm sehr dankbar“, so Andreas Zaby am Tag der Verabschiedung.

Im Jahr 1996 begann die berufliche Laufbahn von Holger Rogall an der HWR zunächst als Gastprofessor, ab 1997 als ordentlicher Professor. Unter seiner Leitung wurde eine Vielzahl von Studierenden sowie Promovierenden im Gebiet der von ihm etablierten Nachhaltigen Ökonomie ausgebildet, weitergebildet, und auf die Welt sowohl innerhalb als auch außerhalb akademischer Institutionen vorbereitet. Holger Rogall war und ist ein couragierter Vordenker einer nachhaltigen Wirtschaftslehre/Ökonomie. Die HWR verliert damit einen wichtigen Befürworter einer auf Humanismus, Gerechtigkeit und planetarischen Grenzen ausgerichteten Ökonomie, sowie einer auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit abzielenden akademischen Ausbildung.

Selbstverständlich bleibt uns Holger Rogall als Vorstandvorsitzender der Gesellschaft für Nachhaltigkeit (GfN), Koordinator des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie und Geschäftsführender Herausgeber des Jahrbuchs Nachhaltige Ökonomie erhalten.

Offizieller Abschied von Prof. Dr. Holger Rogall als Direktor des Instituts für Nachhaltigkeit der HWR Berlin (INA)

20. Juni 2018

Aktionsbündnis Klimaschutz

Holger Rogall (Vorstandsvorsitzender der GfN e.V.) ist zum Sprecher der Wissenschaftsbank des Aktionsbündnisses Klimaschutz gewählt worden. Das von der Bundesregierung eingerichtete Aktionsbündnis Klimaschutz tagt halbjährlich im international etablierten 'Wiener Format' und soll unter der Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 begleiten.

Die Bundesregierung hat im Dezember 2014 das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 beschlossen, mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen Deutschlands bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des BMU.

13. Juni 2018

13. Juni 2018

Ergebnisbericht veröffentlicht:
'Wirtschaftsingenieur 2.0 | Green Qualified Change Agents in nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen'

In einem internationalen Dialog wurde Anfang 2018 die Rolle von WirtschaftsingenieurInnen im Transformationsprozess zum nachhaltigen Wirtschaften untersucht und ihre mögliche Funktion als Gestalter hierbei herausgearbeitet. Neben der intensiven Diskussion wurden zudem Vorschläge für eine Reform der Wirtschaftsingenieur-Studiengänge erarbeitet und durch Gespräche mit Studierenden und einer umfassenden Literaturrecherche abgerundet werden. Die Ergebnisse des Dialoge sind im jetzt vorliegenden Ergebnisbericht zusammengefasst.

 

Die Gesellschaft für Nachhaltigkeit war Impulsgeber für das unter der Projektleitung von Holger Rogall vom Institut für Nachhaltigkeit (INa) der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) durchgeführte Projekt. Gefördert wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

 

Download Ergebnisbericht [PDF]

28. Februar 2018

Digitalisierung und Nachhaltigkeit - Symbiose oder Widerspruch? 

Im Dialog mit Dr. Steffen Lange

Passen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen? Dieser Frage wollen wir im Dialog mit Dr. Steffen Lange vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) nachgehen und gemeinsam mit Ihnen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Gesellschaft und Wirtschaft diskutieren.

 

2013 sagten zwei Oxford-Wissenschaftler in einer Studie voraus, dass 42% der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung rationalisiert werden könnten. Seitdem wird diese These kontrovers diskutiert. Wie viele Tätigkeiten werden in der Zukunft wirklich von Robotern und Algorithmen übernommen? Und könnten nicht durch Wirtschaftswachstum genügend neue Arbeitsplätze entstehen? Mindestens drei Aspekte werden in dieser Diskussion jedoch zu wenig miteinbezogen.

Erstens trägt die Digitalisierung, u.a. aufgrund der Rationalisierung von Arbeitsplätzen, zu einem Anstieg der Einkommensungleichheit bei – mit vielen sozialen Auswirkungen und auch Implikationen für die Konsumnachfrage und Wachstum. Verhindert die Digitalisierung also selbst das Wachstum, das nötig würde um keine Arbeitsplätze zu verlieren?

Zweitens basieren sowohl die Digitalisierung als auch zusätzliches Wachstum auf einer materiellen Basis – digitale Technologien benötigen eine steigende Menge nichterneuerbarer Rohstoffe und Energie. Ist also hohes Wirtschaftswachstum aus ökologischer Sicht gar nicht haltbar?

Drittens impliziert die zunehmende Anwendung digitaler Technologien eine Verschiebung der internationalen Arbeitsteilung. Welche Chancen und Risiken gehen mit ihr aus der Sicht globaler Gerechtigkeit einher?

In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Steffen Lange diese ‚blinden Flecken‘ des Digitalisierungs-Diskurses. Darüber hinaus wird er aufzeigen, welche Lösungsansätze – etwa eine digital-ökologische Steuerreform oder eine kurze Vollzeit für alle – in den Blick geraten, wenn man die genannten Aspekte miteinbezieht.

12. Februar 2018

GfN Dialog II - Wohnbaugenossenschaften als Akteure nachhaltiger Stadtentwicklung am 20.02.2018

Am 31.01.2018 fand ein erster Dialog mit Vertreter*innen aus Wohnungsbaugenossenschaften statt. Dabei ging es um die Frage, ob sich das genossenschaftliche Bauen und Wohnen als Vorbild für eine sozial-ökologische Stadtentwicklung eignet. Im Mittelpunkt der Diskussion standen aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Kontext der nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Teilnehmer aus Kiel, München, Leipzig, Solingen und Berlin stellten in zahlreichen Beispielen die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit von Wohnungsbaugenossenschaften vor; schilderten aber auch eindrücklich bestehende Probleme und Herausforderungen. Im Ergebnis wurden erste Lösungsansätze skizziert. Dabei wurde deutlich, das weiterer Austauschbedarf besteht.

Am 20.02.2018 möchten wir an diese Diskussion anknüpfen und den Dialog fortführen. In einem moderierten Dialog sollen weitere innovative Akteur*innen und Expert*innen aus den Bereichen Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung zu Wort kommen und sich über ihre visionären Gedanken- und Perspektiven austauschen. Zudem soll auch dieser zweite Dialoge der Frage nachgehen, welche Bedingungen Wohnungsbaugenossenschaften benötigen und welche Hemmnisse bestehen, um sozial-ökologisch verantwortungsvollen Wohnraum für wachsende Städte zu schaffen.

Weitere Informationen und die Agenda des Dialogs finden Sie hier (PDF)

30. Januar 2018

Nachruf: Gründungsmitglied des Netzwerks und Mitherausgeber des Jahrbuchs Nachhaltige Ökonomie Hans Christoph Binswanger im Alter von 88 Jahren verstorben

Mit seinem Standardwerk „Die Wachstumsspirale: Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses“ etablierte Hans Christoph Binswanger im wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs die kritische Auseinandersetzung mit ökonomischen Wachstumsprozessen. Seine Offenheit, seine umfassende Reflexionsfähigkeit sowie seine Kreativität ließen ihn zu einem der bedeutendsten und brillantesten Umwelt- und Ressourcenökonomen, Geldtheoretiker und Wirtschaftshistoriker der Gegenwart wachsen. 

Hans Christoph Binswanger war Gründungsmitglied des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie und gleichermaßen Mitherausgeber des Jahrbuchs Nachhaltige Ökonomie. Wir sind sehr dankbar für seine wertvolle Unterstützung, seine wichtigen Impulse und seine Mitwirkung in den Aktivitäten des Netzwerks. Besonders erinnern wir uns an seine Beiträge im ersten Jahrbuch 2011/2012 zum Brennpunktthema "Wachstum".

Am 18.01.2018 verstarb Hans Christoph Binswanger mit 88 Jahren in St. Gallen, an dem Ort seiner intensivsten Schöpfungszeit. Wir verneigen uns vor seinem Wirken als Menschen, vor seiner Vision eine Ökonomie zu erschaffen, die in Verbundenheit mit der Natur existiert sowie vor seinem Werk als Wissenschaftler, Philosophen und Humanisten.

14. Januar 2018

GfN Dialog I - Wohnbaugenossenschaften als Akteure nachhaltiger Stadtentwicklung am 31.01.2018

Nachhaltige Stadtentwicklung wird in den nächsten Jahrzehnten eine der wichtigsten Herausforderungen. Dabei zeigt der urbane Transformationsprozess vielfältige Erscheinungsbilder und  unterschiedliche Erwartungshaltungen, wie die nachhaltige ’Stadt der Zukunft’ aussehen soll. 

Nicht nur Klimawandel und Klimaanpassung, Energie- und Ressourcenfragen, Digitalisierung sowie Migrationsbewegungen bestimmen den Wandel, sondern auch die Menschen in der Stadt gestalten ihr Umfeld. 

Stadtentwicklung erfordert deshalb die Kooperation einer Vielzahl von Beteiligten – mit ihren jeweiligen Interessen, Handlungsorientierungen, Funktionen und Rollen. Hierzu gehören kreative und visionäre Köpfe, die als WegbereiterInnen mutig vorangehen. Diesen Prozess will die GfN unterstützen und gemeinsam mit engagierten Beteiligten nach Lösungsstrategien für eine ökonomische, ökologische und sozial-kulturelle nachhaltige Stadtentwicklung suchen.

Im Mittelpunkt des vom Umweltbundesamt geförderten Projekts stehen Wohnungsbau-genossenschaften. Durch ihre normativen Ansprüche von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung sowie das Förder-, Demokratie-, Identitäts- und Solidaritätsprinzip, können sie zu ‚Leuchttürmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung‘ werden.

 

Die GfN wird den Dialog am 31. Januar 2018 mit Vorreiter*Innen aus der Genossenschafts-bewegung sowie aus Politik und Wissenschaft führen. Dabei soll der Prozess einer nachhaltigen und sozial gestalteten Stadtentwicklung unterstützt werden. Zudem sollen die Dialoge untersuchen, welche Bedingungen Wohnungsbaugenossenschaften benötigen und welche Hemmnisse bestehen, Wohnraum für wachsende Städte zu schaffen.

Weitere Informationen und die Agenda des Dialogs finden Sie hier (PDF)

20. Dezember 2017

Expertendialog - Wirtschaftsingenieur 2.0 als ’Green Qualified Change Agent’ am 23.1.2018

Im Rahmen des BMUB-Projekts 'Wirtschaftsingenieur 2.0 als 'Green Qualified Change Agent' in nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen' führt das Institut für Nachhaltigkeit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) am 23.1.2018 ab 10 Uhr ein moderiertes Dialogforum durch, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Auch die deutschen Unternehmen stehen in diesem Jahrhundert vor Problemen,
für die sie nur zum Teil vorbereitet sind: Zu den ökologischen Herausforderungen gehören
die Klimaerwärmung mit ihren gravierenden Folgen, die Übernutzung und der Verbrauch der natürlichen Ressourcen und gesundheitliche Belastungen. Wirtschaftspolitische und sozial-kulturelle Herausforderungen sind u.a. steigender internationaler Wettbewerbsdruck und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Technologien wie die Digitalisierung der Wirtschaft. Um diese Herausforderungen meistern zu können, müssen die Unternehmen das Know-how erwerben, um sich aktiv am Transformationsprozess zum nachhaltigen Wirtschaften beteiligen zu können.


An dieser Stelle könnten Wirtschaftsingenieure eine Schlüsselrolle übernehmen, deren
Einsatzgebiet sich über alle technologieorientierten Branchen und Kernbereiche der deutschen Industrie erstreckt.

In einem internationalen Dialog soll die mögliche Rolle von Wirtschaftsingenieuren als Akteure im Transformationsprozess zum nachhaltigen Wirtschaften untersucht und ihre mögliche Funktion hierbei herausgearbeitet werden. Schließlich sollen Vorschläge für eine Reform der WiIng-Studiengänge erarbeitet werden.

Details zur Veranstaltung und das Programm finden Sie im Impulspapier.[PDF, 314 kB]

11. Dezember 2017

GfN-Doktorandinnen auf dem Green Science Slam

Am 11.12.2017 fand in Adlershof der 15. Science Slam „Battle den Horst“ der WISTA-MANAGEMENT GmbH statt.

 

Zu diesem Anlass gab es eine Sonderausgabe als Green Science Slam in Kooperation mit dem ClubE. Von den insgesamt 5 Slammern kamen gleich 2 Slammerinnen von der GfN.

Katharina Gapp und Katharina Goergens sind Doktorandinnen der HWR am Institut für Nachhaltigkeit und Mitglieder der GfN. Katharina Gapp lehrt parallel zu ihrer Promotion am Fachbereich Duales Studium in einer Gastdozentur wissenschaftliches Arbeiten. Katharina Goergens arbeitet in der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Die Bandbreite der präsentierten Wissenschaftsthemen war vielfältig und reichte von Umweltpsychologie und Energiesparen über Meeresbiologie bis hin zu Energieeffizienz und Mieterstrommodellen. Eingeläutet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Gerhard Reese, Umweltpsychologe von der Universität Landau. Er gab praktische Tipps, wie man verhindern kann, dass die Welt immer grauer, wärmer und nasser wird.

Katharina Gapp zeigt in ihrem Slam „Einflussfaktoren auf den Stromkonsum der europäischen Haushalte“ was BVG fahren mit vorbildlichem Stromverbrauch zu tun hat und warum Männer möglicherweise mehr Strom verbrauchen als Frauen. Katharina Goergens ging in ihrem Slam auf die Chancen und Risiken von Mieterstrom ein und zeigt auf, wie mit Hilfe des Instruments in Berlin die Energiewende gelingen kann.

Außerdem slammten Daniel Meza vom Helmholtz-Zentrum (Effizienzsteigerung von Solaranlagen) und Julia Schnetzer, Meeresbiologin an der Uni Bremen (Bakterien im Meer und ihre Funktionen). Am Ende entschied das Publikum per Applaus, wer der beste Slammer des Abends war. Dabei freute sich Daniel Meza vom Helmholtz-Zentrum über den 1. Platz. Er konnte sich mit dem Vergleich, was Pizza mit seiner Solarforschung zu tun hat, in die Herzen des Publikums slammen.

20. August 2017

17. Nachhaltigkeitsforum am 10.10.2017 – 'Climate Change Action Night'

Seit mehreren Jahren findet jährlich Anfang Oktober die 'Global Climate Change Week' als Aktionswoche statt. In diesem Jahr beteiligten wir uns mit einer eigenen 'Climate Change Action Night' und einem Klimaplanspiel am HWR-Berlin Standort Lichtenberg. 

Das 17. Nachhaltigkeitsforum, das wie immer vom Institut für Nachhaltigkeit der HWR Berlin in Kooperation mit der GfN ausgerichtet wurde, stand unter dem Motto „Global Climate Change Action Night: Herausforderungen und Lösungsansätze im Kampf gegen den Klimawandel“. Vor rund 150 Teilnehmer/innen diskutierten Unternehmen und Verbände, wer welchen Beitrag leisten kann.

 

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eröffnete mit einer Keynote die Veranstaltung. Er machts besonders deutlich, dass das Problem des 21. Jahrhunderts nicht in der Verfügbarkeit fossiler Energieträger, sondern der begrenzten Aufnahmekapazität der Atmosphäre liegt. Würden wir all die Kohle, die noch verfügbar ist, verbrennen, wäre das 2-Grad-Ziel niemals zu halten.

 

Das 17. Nachhaltigkeitsforum brachte auch eine Neuerung mit sich: Zum ersten Mal waren ein Poster Pitch von Studierenden und Informationsstände der Forumspartner Bestandteil der Veranstaltung. Beide Elemente fanden großen Anklang.

 

In der anschließenden Podiumsdiskussion befassten sich Achim Neuhäuser (Berliner Energieagentur), Leon Reiner (Social Impact hub), Hendrik Heuermann (H&M), Hanno Balzer (Vattenfall), Dr. Jürgen Landgrebe (Deutsche Emissionshandelsstelle) und Kristin Reißig (WWF Deutschland) mit der Fragestellung, welchen Beitrag unterschiedliche Akteure im Kampf gegen den Klimawandel leisten können und müssen.

 

Mit einem Get together endete der Abend im Zeichen des Klimawandels.

Klimaplanspiel Keep Cool Mobile am 12.10.2017 

Klima retten für Anfänger und Fortgeschrittene

Der Klimawandel zählt zu den drängendsten Herausforderungen unseres Jahrhunderts.Wie können wir unsere Treibhausgasemissionen senken und dem Klimawandel entgegentreten? Im Rahmen des Klimaplanspiels Keep Cool versuchten wir gemeinsam die virtuelle Welt vor dem Klimawandel bewahren.

Die Veranstaltung war öffentlich und wurde von Herrn Prof. Eisenack (Humboldt Universität zu Berlin, AG Ressourcenökonomik am Albrecht-Daniel-Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften; Lebenswissenschaftliche Fakultät) moderiert.

Wir danken Herrn Prof. Eisenack für die Unterstützung und den lehrreichen Abend.

18. Juli 2017

Memorandum 2017 - Unsere Verantwortung für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Appell für eine sozial-ökologische Transformation zu einem nachhaltigen Wirtschaften 

Im Frühjahr 2017 haben sich zahlreiche namhafte Akteure und Akteurinnen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf Anregung der GfN zu mehreren Dialogen getroffen, um im Jahr der Bundestagswahl eine Debatte über die Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation anzustoßen. Die Ergebnisse dieses intensiven Dialogprozesses wurden in einem Memorandum zusammengefasst.

Die Verfasser*innen und Erstunterzeichner*innen appellieren damit an unsere Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben heutiger und künftiger Generationen und fordern entschlossenes Handeln für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Unterstützen Sie das Memorandum und werden Sie Unterzeichner!

26. Juni 2017

16. Nachhaltigkeitsforum am 20.6.2017 – 'Nachhaltigkeitsmarke'

'Spagat zwischen Nische, Glaubwürdigkeit und Begeisterung'

AKTUELLES

Im Mittelpunkt des 16. Nachhaltigkeitsforums stand die Frage, wie "Marken wahrgenommen werden und wie ihnen die Markenführung von Nachhaltigkeitsmarken gelingt". Antworten darauf gaben Prof. Dr. Carsten Baumgarth (Professor für Marketing, insbesondere Markenführung an der HWR-Berlin) sowie die Experten Jürg Knoll (Geschäftsführer followfood), Roland M. Schüren (Inhaber Ihr Bäcker Schüren), Holger Danneberg (Geschäftsführer Werkhaus). Zudem berichteten Dr. Florian Wecker (Deutscher Nachhaltigkeitspreis) und Norbert Lux (Gründer von Green Brands) über Siegel und Awards für Nachhaltigkeitsmarken. Abgerundet wurde das Forum mit über 100 Teilnehmer*innen von einer abschließenden Podiums- und Publikumsdiskussion, bei der u.a. folgende Fragen debattiert wurden:

  • Inwieweit kann Nachhaltigkeit in eine bestehende Marke integriert werden?

  • Welche Risiken resultieren aus Nachhaltigkeit für die Marke?

  • Wie kann eine Marke mit ihrer Nachhaltigkeit begeistern?

  • Wie kann man für eine Nachhaltigkeitsmarke Glaubwürdigkeit aufbauen?

  • Welche Rolle spielen dabei Auszeichnungen und Zertifikate?

Eine Zusammenfassung des 16. Nachhaltigkeitsforums finden Sie hier.

Das Nachhaltigkeitsforum findet halbjährlich statt und wird von der Gesellschaft für Nachhaltigkeit e.V. in Kooperation mit dem Institut für Nachhaltigkeit der HWR-Berlin durchgeführt.

18. Februar 2017

GfN setzt Dialog zur 'Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens' fort 

Wissenschaftler*innen und Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft tauschen sich aus

Im Jahr der Bundestagswahl und vor dem Hintergrund der aktuellen (politischen) Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt, will die Gesellschaft für Nachhaltigkeit ein wichtiges Signal in die breite (Fach)-Öffentlichkeit setzen und die notwendige Diskussion über die Transformation in Richtung einer sozial-ökologischen (nachhaltigen) Wirtschaft fördern.

 

Dazu haben wir am 31. Januar 2017 einen ersten Dialog geführt, bei dem sich Expert*innen aus der Wissenschaft mit engagierten Akteur*innen der Zivilgesellschaft über die 'Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens' ausgetauscht und intensiv über Zielsetzungen, wichtige Akteure und ihre Rollen sowie über Strategien und Instrumente diskutiert haben. 

 

Zentrales Ergebnis dieses ersten Dialogs war, dass das Konzept 'Nachhaltiges Wirtschaften' einer umfassenden Komplexitätsreduzierung unterzogen werden sollte und die wesentlichen Inhalte im Rahmen einer positiven Vision für breitere Gesellschaftsschichten übersetzt werden müssen.

Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Vordenker*innen und engagierten Nachhaltigkeitsakteur*innen soll daher in einem zweiten Dialog am 28.02.2017 über inhaltliche Schwerpunkte, strategische Allianzen und gesellschaftliche Zielgruppen diskutiert und sich über die Entwicklung eines "Narrativs des nachhaltigen Wirtschaftens" ausgetauscht werden 

 

Agenda der Veranstaltung [PDF]

'GfN – Im Dialog | Teil 2 …' findet statt am 28.02.2017 von 14:30 - 17 Uhr in der HWR Berlin, Badensche Straße 50-52, Haus B, Tagungsraum 512.

 

ÖPNV: U7 (Bayrischer Platz), U9 (Berliner Straße), Bus104 (Kufsteiner Straße)

09.Januar 2017

GfN - Im Dialog ... mit Zivilgesellschaft und Wissenschaft

'Zur Zukunft des nachhaltigen Wirtschaften - Dialogforum zur Ressourcenschonung'

Akteure der Zivilgesellschaft haben einen oft unterschätzten Wissensbestand, den sie vor allem aus ihren lebensweltlich und stark praxisgeprägten Erfahrungen generieren. Dieser Wissensstand sollte zusammengetragen und weiteren Akteurskreisen zugänglich gemacht werden - so auch der Wissenschaft. Dieses wertvolle Wissen sollte dabei auch in die Sprache der Wissenschaft übersetzt werden, denn grade in einer Kombination zivilgesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten für zukunftsfähige und umsetzungsorientierte Konzepte zum nachhaltigen Wirtschaften, vor allem in lokalen und regionalen Strukturen. Das Wissen beider Akteursgruppen kann sich somit geschickt ergänzen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Transformation zu einer ressourcenleichten Gesellschaft leisten. 

 

Um diesen Dialog zu führen, haben wir prominente Wissenschaftler*innen und kluge Vor- und Weiterdenker*innen aus der Zivilgesellschaft eingeladen, die gemeinsam über die Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens nachdenken und diskutieren werden.

 

Agenda, Format und Teilnehmer*innen der Veranstaltung

 

16.November 2016

Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2016|2017 erschienen

Im Brennpunkt: Ressourcenwende

Wissenschaftler und Praktiker aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung, die sich mit dem nachhaltigen Wirtschaften beschäftigen, wissen, dass die derzeitige Form der Ressourcennutzung nicht zukunftsfähig ist. Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen kann zu wirtschaftlichen Problemen aufgrund von stark steigenden Preisen, der Zerstörung natürlicher Kreisläufe und gewaltsamen globalen Konflikten führen. Daher geht es darum, in den kommenden Jahrzehnten einen Transformationsprozess zu einer ressourcenleichten Gesellschaft durchzuführen.

 

Der Brennpunktbeitrag von Peter Hennicke, Holger Rogall und Ernst-Ulrich von Weizsäcker eröffnet die Diskussion über die notwendigen Bedingungen, die für den erfolgreichen Transformationsprozess erfüllt werden müssen.

 

Anschließend gliedert sich das Jahrbuch in vier wiederkehrende Themenkomplexe, wobei die Beiträge dabei nicht nur auf das Brennpunktthema begrenzt bleiben, sondern den Blick auf die aktuellen Forschungsbeiträge der Mitglieder des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie erweitern. Den Abschluss bildet die Skizzierung der zentralen Trends der globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen zum Jahrbuch finden Sie hier

20. Oktober 2016

GfN Vorsitzender Holger Rogall als Sachverständiger im Bundestag

Am 19.10.2016 wurde Holger Rogall (Vorsitzender der Gesellschaft für Nachhaltigkeit e.V. ) als Sachverständiger für eine Anhörung zum Thema: "Weichen für die ökologische Modernisierung der Wirtschaft stellen - Chancen des Klimaschutzes nutzen" in den Bundestags Ausschuss für Wirtschaft und Energie unter Leitung von Dr. Peter Ramsauer (CDU/CSU) berufen. Holger Rogall forderte in seiner Stellungnahme neben der konsequenten Umsetzung der drei Strategiepfade des nachhaltigen Wirtschaftens (Effizienz, Konsistenz, Suffizienz) die Einführung einer Reihe weiterer Instrumente wie das Verbot von mit fossilen Energien betriebene Autos. Auf fossile Energien sollten steigende Umweltabgaben erhoben werden. Gewisse Technologien, in denen Deutschland heute noch die Weltmarktführerschaft habe, seien nicht zukunftsfähig, ergänzte er.

 

Grundlage der Anhörung war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8877), in dem jährliche Minderungsziele für die unterschiedlichen Emissionssektoren festgelegt und der Beginn des Ausstiegs aus der Nutzung fossiler Verbrennungsmotoren im Straßenverkehr gefordert wird.

Die Anhörung wurde live im Parlamentsfernsehen übertragen und kann in der Mediathek des Bundestags angeschaut werden. Prof. Rogall ist ab 10:15, 21:38, 48:54 und 1:16:19 zu hören.  

04. Oktober 2016

15. Nachhaltigkeitsforum am 30.11.2016 – 'Bewertung unternehmerischer Nachhaltigkeit'

Im Mittelpunkt des aktuellen Nachhaltigkeitsforum wird die Frage stehen, ob alles was Unternehmen erwirtschaften und tun, nachhaltig oder eben immer "nicht nachhaltig" ist.

 

Dazu werden Anja Grothe (INa, HWR Berlin), Holger Rohn und Tobias Engelmann (Faktor 10 Institut), Nils Wittke (nw-consulting), Manfred Agnethler (Lokale Agenda 21 Augsburg ), Anke Stopperich (BESONDERE ORTE Umweltforum Berlin) sowie Cristoph Deinert (Märkisches Landbrot) verschiedene Ansätze zur Bewertung unternehmerischer Nachhaltigkeit vorstellen und in einer von Kathrin Ankele (SUSTAINUM) moderierten Podiumsdiskussion debattieren, ob Unternehmen ernsthaft bestrebt sind, anders und nachhaltig zu wirtschaften. Zudem wird sich die Debatte der Frage widmen, wie die Nachhaltigkeitsselbstbewertung einen sinnvollen Beitrag im Gegensatz zum reinen "Greenwashing" leisten kann.

Das Nachhaltigkeitsforum findet am 30.11.2016, von 17.00 bis 21.00 Uhr in der HWR Berlin, Campus Schöneberg, Badensche Str. 50-51, Haus B, Raum 441 statt. Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft für Nachhaltigkeit organisiert und in Kooperation mit dem Institut für Nachhaltigkeit der HWR Berlin durchgeführt.

Das 15. Nachhaltigkeitsforum basiert auf der aktuellen Publikation von Prof. Dr. Anja Grothe (GfN e.V und Institut für Nachhaltigkeit der HWR Berlin). Das Buch beleuchtet die unterschiedlichen Zielstellungen und unterschiedlichen Perspektiven der Nachhaltigkeitsselbstbewertung  aus der Sicht von Experten und ist im Erich Schmidt Verlag erschienen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch im Flyer zum Buch.

Das Programm und weitere Informationen zum Nachhaltigkeitsforum entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer

26. September 2016

Christine Lacher, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der  Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg und Mitglied des Netzwerks Nachhaltige Ökonomie, wird am 17.10.2016 im Rahmen der Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ einen Fachvortrag zum Thema „Internationale Wertschöpfungsketten (am Beispiel der Modebranche) im Kontext sozialer und ökologischer Herausforderungen“ halten. 

 

Die Ausstellung wird vom 10.10. bis zum 21.10.2016 im Foyer der HAW Hamburg, Berliner Tor 5 gezeigt und möchte zur Reflextion des Konsumverhaltens beitragen sowie Möglichkeiten für nachhaltigere internationale Wertschöpfungsketten in der Bekleidungsindustrie darstellen.

Das Programm finden Sie hier.

Die Ausstellung kann bei Interesse angefordert werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wenn Sie uns und unsere Arbeit unterstützen möchten, dann werden sie Mitglied in der Gesellschaft für Nachhaltigkeit.

Wir freuen uns auf Ihr Engagement!

Gesellschaft für Nachhaltigkeit e.V. | Geschäftsstelle

Badensche Straße 50-51 - 10825 Berlin - Telefon: +(49) 30 30877-1184 - E-Mail: info@gfn-online.de

  • Wix Facebook page
  • Wix Twitter page